Windkraft-Fotowettbewerb 2018
Einsendeschluss: 31. August 2018

Kreative im Interview

Michael Fuith © Doris SeebacherGeorg Hoanzl © Vanessa BrucknerChristian Reschreiter und Matthias Gumhalter © Karin LernbeissKlaudia Jost © Roland PittnerHorst Pfaffelmayer © Doris SeebacherRainer Mutsch © Doris SeebacherEveline Rabold © Vanessa BrucknerHannes Tschürtz © Doris SeebacherKlaus-Jürgen Bauer © Doris SeebacherErich Steiner © Vanessa BrucknerChristian Hotz und Viktoria Euler © Doris Seebacher

"Die Kreativwirtschaft ist ein sehr buntes Feld und es lohnt sich diese genau zu beobachten und durch Maßnahmen zu fördern. Es sind ganz unterschiedliche Bereiche, die dem Burgenland eine kreativwirtschaftliche Note geben", hält Kulturlandesrat Helmut Bieler bei der Programmpräsentation des Zentrums für Kreativwirtschaft fest.

Die derzeit vom Zentrum für Kreativwirtschaft Burgenland durchgeführten Interviews stellen genau diese Vielfalt dar und dokumentieren ganz persönlich ein sehr heterogenes, spannendes aber auch erfolgreiches Spannungsfeld zwischen Kreativität und Wirtschaft.

„Erfolg ist in der Kreativwirtschaft nicht allein monetär zu bewerten", meint Dietmar Baurecht, der Koordinator des Zentrums für Kreativwirtschaft. „Viele Kreative sind Einzelkämpfer und definieren ihren Beruf als Berufung. Und diese Berufung hat bekanntlich das Passwort für alle Lebensbereiche der kreativ Tätigen."

Die Kreativwirtschaft ist eine vielseitige Szene und viele Kreative aus dem Burgenland haben auch außerhalb der Grenzen unseres Heimatlandes Erfolg. Diese Richtung lässt sich auch an den nun laufenden Interviews, die das Zentrum für Kreativwirtschaft durchführt, erkennen.

  • Der Weg zur Ideen und der Weg zum Beruf(ung)

"Der Weg zu meiner eigenen Agentur war kein einfacher. Das sollte man auf diesem Weg einmal all jenen erzählen, die gerade dabei sind eine Firma zu gründen." (Unternehmer: Georg Hoanzl)

„Die Idee zur „Ruster Bucht" entstand beispielsweise, als ich ein Leiberl  mit der Aufschrift „Hudson Bay" gesehen habe und darüber nachdachte, warum man bei uns mit solchen Aufdrucken herumrennt und nicht mit Leiberl, wo „Ruster Bucht" oder „Waasen Steffl" drauf steht." (Mode: Viktoria Euler)

 „Mein Beruf ist gleichzeitig mein Hobby. Das Schöne daran ist die Vielfältigkeit, weil es mit jedem Material und mit jedem Möbel eine neue Herausforderung gibt. Jedes Detail und jede Herangehensweise erfordert immer einen neuen Denkansatz. (Design: Rainer Mutsch)

„Die Schauspielschule dauerte drei Jahre. Parallel dazu haben wir dort Theater gespielt. Für mich war jedoch immer schon der Film die große Liebe. Ein guter Freund von mir, Peter Jaitz, lernte Regie auf der Filmakademie und wir waren immer zusammen. Die erste große  Hauptrolle bekam ich dann von Alexander Stecher in „Das große Glück sozusagen". (Schauspieler: Michael Fuith)

  • Heimat und Beruf

"Wir achten darauf, dass die meisten Tätigkeiten bei uns in der Region gemacht werden."
(Horst Horvath)

"Ich wundere mich immer wieder aufs Neue, was das Burgenland in den letzten zwanzig Jahren an kultureller Entwicklung durchgemacht hat, wie es gewachsen ist. Natürlich wünscht man sich oft noch mehr, aber ich weiß, wie viele Themen beispielsweise in Wien oder Graz schon schwer umzusetzen sind. Ich finde es großartig, was man im Burgenland weitergebracht hat - in diesem Umfeld und mit diesen Möglichkeiten."
(Unternehmer: Georg Hoanzl)

„Grundsätzlich ist es in Wien am Start einfacher, schon auf Grund des Netzwerkes. Es ist wichtig, dass man im ständigen Austausch mit seinen Studienkollegen steht. Aber mittlerweile denke ich darüber nach, ob ich mich nicht ich in ein paar Jahren wieder im Burgenland niederlassen werde." (Design: Rainer Mutsch)

„Ich bin hier zu Hause und arbeite hier. So ein Geschäft würden viele in Wien erwarten, aber es kommen auch genug Wiener hier her. Wieso sollen die Jennersdorfer nicht auch ein schönes Geschäft haben." (Schmuck: Klaudia Jost)

„Man muss halt wissen, dass selbstständig sein auch heißt, für alles selbst verantwortlich zu sein. Das ist natürlich was Schönes, aber eben auch sehr anstrengend. Finanziell würde es mir in einem 40 Stunden Büro Job sicher besser gehen, aber in unserem eigenen Geschäft das zu arbeiten, was wir gelernt haben und was uns Spaß macht, ist eben unser Luxus." (Mode: Viktoria Euler)

„Der Computer hört sich die Musik an und erkennt anhand von Rhythmus, Klangmuster und Klangfrequenz, welcher Kategorie sie zugeordnet werden kann." (Multimedia/Technik: Johann Waldherr)

„Ich habe anfangs im Schlafzimmer genäht, Christian zuhause an seinem Computer gearbeitet. Später haben wir unsere Werkstatt in den Keller von Christians Eltern verlegt.  [Anm: Christian Hotz ist Grafiker. Er entwirft die Motive des Modelabels 87er] Wenn jemand etwas bei uns kaufen wollte, musste er in den Keller kommen." (Mode: Viktoria Euler)

  • Arbeitsplatz und Erfolgreich werden

 "Firmensitz ist übrigens auch hier, in Neustift bei Stadtschlaining, wo ich auch mit meiner Familie lebe. Wenn ich konzentriert arbeiten will, auch konzentriert mit den Künstlern zusammenarbeiten will und das weit weg von der Hektik der Großstadt, dann arbeite ich von zuhause aus." (Unternehmer: Georg Hoanzl)

„Wir schaffen uns selbst Arbeitsplätze." (Mode/Grafik: Chrisian Hotz)

„Der Film lief im September in österreichischen Kinos und erst kürzlich war er auf  ZDF zu sehen. Im Fernsehen war er ein voller Erfolg. In sämtlichen Zeitungen bekamen wir durchgehend gute Kritiken und erhielten Preise auf allen Festivals, bei der Viennale sogar den „Wiener Filmpreis". Wie gut "Rammbock" in den österreichischen Kinos lief, weiß ich nicht." (Schauspieler: Michael Fuith)

  • Material und Aufträge

„Wir haben uns bewusst gegen Billigproduktionen aus dem Ausland entschieden. Wir kaufen keine Ein-Euro-Leiberl. Unsere T-Shirts kosten mindestens fünf Euro." (Mode: Viktoria Euler)

„Bis vor kurzem machten wir das Mastering, also die digitale Endbearbeitung der Playbacks, für die ORF-Produktion „Helden von morgen". (Musik: Horst Pfaffelmayer)

„Ich bereite gerichtstechnisch Tonaufnahmen auf. Beispielsweise habe ich kürzlich eine Restaurierung mit Kollegen aus England zu einem Hubschrauberabsturz in Schottland gemacht. Unser Auftrag war es, den Flugschreiber auszuwerten, was bedeutet, wir mussten die Fluggeräusche eliminieren. Die Flugzeugtechniker konnten dann anhand der Rotorgeräusche erkennen, dass es einen Rotorfehler gegeben hat." (Musik: Horst Pfaffelmayer)

„Ich gehe zu Castings, kenne schon viele Regisseure und  in der Branche kennt man mich von den Filmen, die ich schon gemacht habe. Durch den Film „Das große Glück sozusagen" bekam ich auch die Rolle in „Rammbock" und die Rolle im kürzlich abgedrehten Film." (Schauspieler: Michael Fuith)

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 Dietmar Baurecht Dietmar Baurecht
Regionalmanagement Burgenland GmbH
Koordinator des Zentrums für Kreativwirtschaft
Marktstraße 3
7000 Eisenstadt

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